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Die gesundheitlichen Mobilfunkrisiken

Pressekonferenz 30.04.07 Kempten

Die gesundheitlichen Mobilfunkrisiken - heute wissenschaftlich erwiesen! >>> [43 KB]

von Dr. med. Hans C. Scheiner


Zwei Irreführungen der Öffentlichkeit in Sachen Mobilfunkschäden sind derzeit von politischer sowie Betreiber-Seite im Umlauf:

1. unterhalb der thermischen Grenzwerte gäbe es keine biologischen Effekte und somit keinerlei Gesundheitsgefährdung!

2. Zur Beurteilung einer möglichen gesundheitlichen Bedenklichkeit des Mobilfunks lägen noch nicht genügend wissenschaftliche Studien vor, etwaige Wirkungs-mechanismen wären „unbekannt“! So sagte z.B. Dr. Weiß, BfS/ München bei der Bayerischen Landtagsanhörung am 07.12.06 wörtlich: „Wir wissen nichts!“


Das Gegenteil ist der Fall: die gesundheitliche Schädlichkeit von Mobilfunk und Hochfrequenzen kann heute mit überwältigender wissenschaftlicher Evidenz als erwiesen betrachtet werden, und dies aus folgenden Gründen:

Unabhängig, ob es sich um Rundfunk- (LW, MW, KW, UKW) oder Fernsehwellen im Frequenzbereich unterhalb des Mobilfunks oder um Radar oberhalb des Mobilfunks handelt: bezüglich ihrer biologischen Auswirkungen bilden alle Hochfrequenzen inklusive des Mobilfunks eine Familie. D. h.: lebende Zellen von Pflanzen, Tieren und Menschen reagieren auf die unterschiedliche HF-Frequenzen und ihre Signale so gut wie identisch. Es ist daher legitim, in die Risikobewertung des Mobilfunk die einigen hundert wissenschaftlichen Studien aus dem Bereich der Radio-, Fernseh- und Radarwellen mit einzubeziehen (Cherry,N. 1998, 2000, 2001), wobei Radio und TV-Funk bis dato analog und „ungepulst“ arbeiteten, während die digitale, zeitlich „zerhackte“ HF-Signalübermittlung der Radartechnologie als biologisch deutlich aggressiver eingestuft wird. (ECOLOG 2000) Doch auch die gravierenden Gesundheitsschäden durch Mobilfunk sind aus derzeit knapp 100 Studien akademischen Ursprungs bekannt.


Die Hochfrequenz- (HF-) und mobilfunk-bedingten Gesundheitsschädigungen lassen sich in 7 Hauptgruppen einteilen:

1. HF und Mobilfunk öffnet die Blut-Hirnschranke (BHS).

Universitäre Studien bereits aus den 70er Jahren (Alberts E. N. 1977 ), vermehrt aber ab 1987, 1992 bis heute vor allem der Univ. Lund, Schweden, beweisen: bereits schwache Strahlenintensitäten, welche nur 1/1000 und weniger des D- Netz- Grenzwertes (470.000 nW/cm⊃2;) betragen, öffnen die „Blut-Hirn-Schranke“, einen Schutzmechanismus in den Kapillargefäßen des Gehirns. Folge: Stoffwechsel-schlacken, Ökogiften und wasserlöslichen Eiweißsubstanzen dringen ins Gehirn mit der Folge von Mikro-Ödemen und dem Absterben von nicht erneuerbaren Hirnzellen innerhalb dieser Ödeme. Die Präparate der Gehirnschnitte von Versuchstieren, unbestrahlt von einem makellosen Weiß, waren nach der Bestrahlung bei etwa 50 % - verwand werden zumeist Ratten- „übersät mit dunklen Flecken“, so die renommierten Prof. Salford, Persson und Brun der schwedischen Univ. Lund (1992, 1997, 2003, 2007). Tote Hirnzellen aber, darüber ist sich die Forschung einig, sind mögliche Ausgangspunkte neurode-generativer Erkrankungen wie MS, Parkinson, Alzheimer oder seniler Demenz.

Forschungen aus dem Jahr 2003 und hochaktuelle aus dem Jahr 2007 beweisen: bei Mobilfunkintensitäten, wie sei beim Kommunikationsaufbau von Handys auf das Gehirn der Handynutzer einwirken, öffnete sich bei 100% von jugendlichen Versuchstiere die Blut-Hirn-Schranke. Dies ist natürlich nach üblichen wissenschaftlichen Kriterien auch beim menschlichen Gehirn anzunehmen- ein bedrückender Umstand, wenn man bedenkt, dass 60% des Mobilfunk-Gesprächs-aufkommens von Jugendlichen und Kindern getätigt wird, deren Gehirne noch nicht ausgereift sind, und somit wissenschaftlich zwingend von schweren Spätschäden auszugehen ist. Sind die Handyjugendlichen von heute die Psycho- und Nervenkrüppel von morgen? -Trotzdem: der Staat greift nicht ein! Das BfS hält sich bedeckt! Die Strahlenschutzkommission SSK bleibt stumm! Und dies, obwohl die Forderung der „Reproduzierbarkeit“ dieser Versuche vielfach erfüllt wurde.


2. Mobilfunk, Mikrowellen und HF verändern das EEG-Muster


Bei oben Gesagtem wird es daher nicht verwundern: Mobilfunk und HF verursachen pathologische Veränderungen unserer Gehirnwellen, messbar im EEG, und das vor allem im „Alpha-Rhythmus“ (7-13 Hz), dem Rhythmus unserer Träume, der REM-Phasen und des Unbewussten. Diese Tatsache wurde vor allem von Prof. v. Klitzing, ehemals Uni. Lübeck, nachgewiesen werden (1995), und dies bei ähnlich niedrigen Strahlenintensitäten („Leistungsflussdichten“), wie sie aus der Blut-Hirn-Schranken-Forschung bekannt sind, nämlich bei bereits 100 nW/cm⊃2;, was dem 4.000sten Teil des D-Netz-Grenzwertes (470,000 nW/cm⊃2;) und dem 9.000sten Teil unterhalb des E-Netz-Grenzwertes (950.000 nW/cm“) entspricht .-

Und auch hier handelt es sich nicht um eine Einzelforschung: vor ihm beschrieben dies die Russen Gordon (1966), Moskowici (1974) u.a., der Franzose Deroche (1971), die Amerikaner Lilienfeld (1978), Forman (1982), und nach ihm das Berliner Bundesamt für Arbeitsschutz und Arbeitssicherheit unter Dr. Freude G., (1998,) die Univ. Zürich (Prof. Achermann, Huber, Borbeley (2002), und viele anderen. Gleichzeitig zeigte sich eine Verkürzung der Traumphasen, signifikante Verschlechterung der Gehirnleistungen in Form „kognitiver Störungen“ wie Gedächtnisschwäche, verlängerte Reaktionszeit, erschwerte Auffassungsgabe u.a.m. Dies wurden z.B. auch durch die TNO-Studie aus den Niederlanden, Prof. Zwamborn (2003), durch Priv. Doz. Mayer der Univ. Mainz, (2002), durch Prof. Röschke und Mann (1996), durch die russischen Forscher Koldynsky und Kolodynska (1996) und viele anderen mehr eindeutig vorgefunden.

Das Gefahrenmoment dabei: die Univ. Toronto wies nach, dass auf Grund der Reaktionszeitverlängerung und der erschwerten Auffassung das Unfallrisiko unter Mobilfunkeinfluss im Kfz bis auf das Fünffache ansteigt, und sich das tödliche Risiko verdoppelte. (Redelmeier und Tibschirani 1997.)

Doch auch hier: Wo bleibt der Staat, oder etwa der ADAC, in dessen Auftrag z.B. Prof. Unger von der Univ. Bremen beim Handynutzung im Kfz während des Fahrens eine Verdreißigfachung der Spur- und Bremsfehler bereits 1997 feststellte?


3. Mobilfunk verursacht das sog. „Geldrollenphänomen“ der roten Blutkörperchen

Der Düsseldorfer Umweltmediziner Petersohn entdeckte 1997, dass bereits kurze Handytelefonate bei Probanden, die zuvor ein völlig normales Blutbild mit frei beweglichen roten Blutkörperchen aufwiesen, in der Dunkelfeldmikroskopie das sog. Geldrollenphänomen der roten Blutkörperchen aufwiesen. Sprich: die roten Blutkörperchen, deren Form eingedellten Tennisbällen oder Schwimmreifen gleicht, verkleben durch den Verlust der negativen Oberflächenaufladung miteinander und bilden Geldrollen-ähnliche Formationen, wodurch sich ihre Kapillargängigkeit wesendlich verschlechtert. Durch den massiven Rückgang der Sauerstoffversorgung des Gewebes und der Gewebsübersäuerung kommt es zwangsläufig zu vermehrtem Herzinfarkt, Schlaganfall, Thrombosen, Embolien und anderen Herz- Kreislauferkrankungen. Dies wurde durch Prof. Kundi u.a. der Univ. Wien in einer großen epidemiologischen Studie von Anrainern in Kärnten und Wien rund um Mobilfunksendeanlagen signifikant nachgewiesen (2002, 2006) Ähnliche Beobachtungen vermehrter Sterblichkeit durch Herzrhythmusstörungen und Herz-Kreislauferkrankungen machte auch Prof. Savitz von der John-Hopkins-Uni. New York (1999). Dies ist zweifellos einer der Gründe, warum kürzlich Dr. Rusitzka von der Univ. Wien eine geradezu dramatische Steigerung der Sterblichkeit unter Senioren durch Mobilfunkeinfluss vorfand (2007).


4. Der HF- bedingte pathologische Kalzium-Ionen-Ausstrom


Breits in den 70iger Jahren des vorigen Jh. fanden der hochrenommierte NASA-Forscher Prof. W. R. Adey und seine Kollegin Prof. Bawin, dass bereits unter minimalsten Leistungsflussdichten von niederfrequent getakteten HF (zwischen 6 und 16 Hz) die Nervenzellen in tierischen Gehirnzellpräparaten mit vermehrtem Ausstrom von Kalzium-Ionen reagierten. Da Kalzium-Ionen die universalen Botenstoffe aller Gehirn- und Nervenzellen mit ihrem Aktionspotentialen darstellen, ist es nicht verwunderlich, dass Prof. Semm und sein New Yorker Kollege Beasond (1995, 2001) aufzeigen konnten, dass 60% der Versuchstiere- es waren Heuschrecken und Zebrafinken- im weit athermischen Bereich gestörte Nervenleitung aufwiesen, die bei 80% beschleunigt und bei 20% verlangsamt waren.

Nebenbei: Dieser pathologische Kalzium-Ionen-Ausfluss aus Nervenzellen unter niederfrequent Amplituden-modulierten HF bereits bei 3nW/cm⊃2; (also dem 300.000sten Teil des E-Netz-Grenzwertes), wurde als gesicherte wissenschaftliche Erkenntnis von der Strahlenschutzkommission bereits im Bundesanzeiger vom März 1992 eingestanden. Mit welcher Begründung sich diese unsere Regierung beratende Kommission zur Behauptung aufschwingt, es gäbe unterhalb der 300.000 fach höheren Grenzwerte keine negativen biologischen Effekte oder Gesundheits-störungen, das bleibt ein Geheimnis dieses Amtes.


5. Die HF-Bedingte Melatoninverminderung:

Vielfältige internationale Studien etwa der Professoren Burch(1997, 1998, 1999, 2002), Reiter (1994,1995, 1996), Semm und vieler anderer Forscher beweisen: HF und Mobilfunk verursacht einen geradezu dramatische Verminderung der nächtlichen Melatonin-Produktion. Dies zentrale Schlaf- und Abwehrhormon, in der Zirbeldrüse aus der Aminosäure Tryptophan und seiner Vorstufe, dem Stimmungs-hormon Serotonin vor allem nachts hergestellt, findet sich bei HF- und Mobilfunkbelasteten, z.B. bei Anrainern rund um Mobilfunkanlagen, in mehr als bedenklicher Verminderung. Dies bestätigen auch große Reihenuntersuchungen, die wir derzeit bei Bewohnern rund um Mobilfunkantennen bundesweit durchführen, wobei der Melatoninspiegel (im nächtlichen Sammel-Urin ) vor und nach Antennen-aufstellung, sprich: vor und nach vermehrter Exposition mit einander verglichen wird. Die im Schnitt in 80% der untersuchten Bürger vorgefundene durchschnittlich etwa 40%ige Melatoninverminderung ist deshalb so bedenklich, weil Melatonin nicht nur unseren gesunden Schlaf und damit unsere Tagesenergie gewährleistet, sondern zugleich als unser potentester „Radikalenfänger“ den Körper von vagabundierenden schädlichen ungesättigten Ionen, den sog. „freien Radikalen“ befreit, welche unsere Eiweißsubstanzen und unser Erbgut angreifen, und so für vielfältigste krankhafte Körperstörungen und vorzeitige Alterungsprozesse zuständig sind, aber auch für die Unversehrtheit unseres Erbgutes, unserer Gene u.v.a.m.! Da es wie keine andere Substanz in unserem Körper unser Immunsystem aktiviert, schützt uns Melatonin vor bakteriellen, viralen und Pilz-Infektionen, aber auch vor Krebs und Gehirntumoren. Weiterhin senkt es den Blutdruck und den Cholesterinspiegel, ist mitverantwortlich für die Produktion unserer Stresshormone Adrenalin und Noradrenalin, sorgt somit für unsere Stressresistenz, und vieles andere mehr.

Eine Steigerung der Infektionen um beinahe 100 % zwischen den Jahren 1990 und 2000, wie die renommierte medizinischen US-Zeitschrift JAMA berichtet, aber auch massiv ansteigende Krebs- und Leukämiezahlen werden daher nicht verwundern. Bei gleichzeitiger Vermehrung von Antibiotika-resistenten Keimen die Abwehrkraft der Bürger flächendeckend und in größtem Ausmaß durch eine letztlich verzichtbare Technologie zu reduzieren, diesem Umstand kann ein gewisser diabolischer Aspekt, nicht abgesprochen werden.


6. Die „Gentoxizität’“ von HF und Mobilfunk

Die Gen- zerstörende Kraft von HF und Mobilfunk ist seit Jahrzehnten bekannt. So wiesen etwa Forscher der Univ. Neu Dehli bereits 1994 nach, dass gepulste als auch ungepulste HF –Signale unterhalb der thermischen Grenzwerte Doppelstrangbrüche, also durch die Zelle nicht reparierbare Genschäden in Hirn und Keimdrüsen von Versuchstieren auslösten. (Sarkar, Ali, Behari 1994). Dies wurde 1995 durch die bekannten US-Professoren H.Lai und N.Singh von der Univ. Washington, Seatle, bestätigt. In die Öffentlichkeit drang das Bewusstsein der Gen-Giftigkeit der Hochfrequenzen in den letzten Jahren vor allem durch die EU-geförderte EU-weite „REFLEXSTUDIE“ (2000), die in Doppelblind-Untersuchungen in sich selbst reproduziert nachwies, dass handyübliche auch athermische Strahlenintensitäten in Blut- und Bindegewebs-Zellkulturen eindeutig zum gefürchteten Erscheinungsbild der Doppelstrangbrüche führen.

Skandal: Obwohl die Gentoxizität durch vielfältige Studien im In- und Ausland bestätigt wird, etwa auch durch die Hessisch-Bayerischen Rinderstudie (2000), die ein 3,5 bis 16-faches Mißgeburtsrisiko bei Rindern in exponierten landwirtschaftlichen Betrieben vorfand, kam von staatlicher Seite bzw. der SSK oder dem BfS keine Reaktion!


7. Das HF- und Mobilfunkbedingte Krebsrisiko, die „Cancerogenität“

Gerade diesbezüglich quillt die spezifische internationale Fachliteratur fast über. So untersuchten z.B. Prof. Robinette (1980) retrospektiv, also zurückblickend etwa 40.000 radarexponierte US-Navy-Soldaten. Das Material zeigte unter der statistischen Revision des weltbekannten amerikanisch- israelischen Epidemiologen Goldsmith (1997), dass mit eindeutiger Dosis-Wirkungs-Beziehung bei den Navy-Soldaten die Sterblichkeit, die Erkrankungsrate, die Krebs und die Leukämierate um so höher ausfiel, je stärker sie Radarwellen-belastet waren.

Ähnlich bekannt ist die „Lilienfeldstudie“, welche die Gesundheitsstörungen bei mehr als 4500 US-Angehörigen der amerikanischen Botschaft in Moskau untersuchte, die von den Sowjets zwischen den Jahren 1953 und 1976 von der gegenüberliegenden Straßenseite Radar-bestrahlt wurde, und zwar mit 2000 bis 5000 nW/cm⊃2;. Obwohl in den Innenräumen nur 20 bis 100 nW/cm⊃2; zu messen waren, war Krebs Haupttodesursache dieses Kollektivs. Genetische Veränderungen, Diabetes, Infektionen, Depressionen und viele Befindlichkeitsstörungen, die nach Frau Prof. Johnson-Liakouris (1998) als „Mikrowellensyndrom“ bezeichnet werden, -als da wären Kopfschmerzen, Schlafstörungen, kognitive Störungen, Tinnitus, Blutfdruck-Krisen u.a.m.- waren bei diesem Kollektiv im Vergleich zu anderen Ostblock-Botschaftsangehörigen hochsignifikant vermehrt (Lilienfeld, 1978, Revision durch Prof. Goldsmith 1998).

Das vermehrte Krebsrisiko wird jedoch auch vielfach und eindrucksvoll bestätigt durch die „Radio- und TV-Tower-Studien“, z.B. aus Nordsydney, (Hocking 1995), aus Großbritannien (Dolk,1997) aus Hawaii (Mascarinec 1994), durch die „Radio Vatikan-Studie“ (Michelozzi,1998) und die umfangreichen Schwarzenburgstudien der Univ. Bern (Prof. Altpeter und Prof. Abelin, 1995, 1999).

Berühmt „berüchtigt“: die „Sutra-Tower-Studie“ von Prof. Selvin und den Drs. Hammet und Edison (1992, 1997) aus San Francisko, die nachweist, dass sich bis zu einem Abstand von 8 km unter jedem „Expositionsgipfel“ der „hüpfend“ abfallenden Strahlenexposition jeweils ein kindlicher Krebs- und Leukämiegipfel zu finden war. Und: bereits bei 50 nW/cm⊃2; Dauerbestrahlung besteht ein doppeltes Krebsrisiko- eine Intensität, die in unseren Städten und Kommunen vielfachst überschritten wird.

Es wird deshalb ebenfalls nicht erstaunen, dass Dr. Horst Eger (2004) und seine Kollegen in Naila/Oberfranken in einem Radius von 400 m rund um zwei Sendeantennen ein 3-faches Krebsaufkommen im Vergleich zum Außenbereich in Naila vorfanden, wobei das Krebsrisiko nach 5 Jahren Dauerbestrahlung zu steigen begann und nach 10 Jahren Mobilfunkbelastung die 3-fache Krebsrate gegeben war. Obwohl die „Naila-Studie“ im Ausland als eine der wichtigsten Deutschen wissenschaftlichen Studien gewertet wird, und ähnliche Hiobs-botschaften z.B. auch aus Israel (Usfie-Studie, 2006), dringen: unsere staatlichen Strahlenschützer – tun nichts!

Abschließend sei noch erwähnt, dass mittlerweile auch das Hirntumorrisiko des Handy-Nutzers statistisch erfasst wurde: insbesondere exakte Erhebungen aus Schweden (Mild, Hardell, 1999,2006) weisen ein bis zu 3,5-fach erhöhtes Hirntumor-Risiko auf der „Handyseite“ des Handy-Nutzers auf. Darüber berichtete sogar die Mainstreampresse- die SZ im Jan. 2007. Doch wiederum: die Strahlenschützer bleiben stumm!



Dr. med. Hans-C. Scheiner

München den 29.04.2007